Hallesche Forscherin vom Weinberg Campus erhält Europas höchstdotierten Nachwuchspreis

04.09.2026

Dr. Larisa Tarasova möchte Extremereignisse wie Hochwasser und Dürren künftig zuverlässiger vorhersagen, und genau für dieses Vorhaben wird die Hydrologin nun mit einer besonderen Auszeichnung geehrt.

Der Europäische Forschungsrat verleiht der Wissenschaftlerin vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle einen „Starting Grant“, der als der am höchsten dotierte europäische Forschungspreis für wissenschaftlichen Nachwuchs gilt. Mit der Förderung, die sich auf rund 1,5 Millionen Euro beläuft, kann Tarasova nun eine eigene Forschungsgruppe aufbauen.

In ihrem Projekt „earth.zip“ widmet sich die Hydrologin den verborgenen geometrischen Mustern von Landschaften und Flusssystemen, weil diese entscheidend prägen, wie sich der Wasserhaushalt einer Region entwickelt. Wie sie selbst erklärt, sei es ihr Ziel, Veränderungen der Wasserdynamik und von Extremereignissen wie beispielsweise Hochwasser und Dürren im Zuge des fortschreitenden globalen Wandels zuverlässiger vorherzusagen.

Wie bedeutsam diese Forschung ist, unterstreicht auch Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann, der Tarasova herzlich gratulierte. „Grants sind der Goldstaub der EU-Forschungsförderung“, sagte er und betonte, dass ihr Erfolg in diesem harten Wettbewerb ein Beleg für ihre starke Expertise und kluge Ideen in einem zukunftsweisenden Forschungsfeld sei, das auch für Sachsen-Anhalt von großer Bedeutung sei.

Für uns am Weinberg Campus ist diese Auszeichnung ein schöner Beleg dafür, welch exzellente Forschung hier entsteht, denn sie zeigt, wie sehr unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den großen Fragen unserer Zeit beitragen. Wir gratulieren Dr. Larisa Tarasova von Herzen und freuen uns darauf, die Ergebnisse ihrer Forschung mitzuverfolgen.