Matrihealth erhält Finanzierung in Millionenhöhe

04.06.2024

Die guten Nachrichten vom Weinberg Campus reißen nicht ab. Zeitgleich mit der Eröffnung des mRNA-Kompetenzzentrums der Wacker Biotech GmbH am 3. Juni gab das Unternehmen Matrihealth bekannt, dass es in Halle die Elastin-Produktion ausbauen will. Hintergrund ist der Abschluss einer siebenstelligen Seed-Finanzierung durch zwei Privatinvestoren und die Fraunhofer-Gesellschaft.

Matrihealth haben sich seit der Ausgründung aus dem Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen am Weinberg Campus 2022 auf die Isolierung und Verarbeitung von Elastin spezialisiert. Das natürlich vorkommende Strukturprotein ist essenzieller Bestandteil der Haut sowie anderer Organe und Gewebe und sorgt für Elastizität und Spannkraft.

Da das Protein vom Körper nicht nachgebildet werden kann, ist Elastin ein begehrter Rohstoff für eine Vielzahl von Anwendungen in der Kosmetik-, Pharma-, Medizin- und Nahrungsmittelbranche. Das Matrihealth-Team um Dr. Christian Schmelzer, Dr. Marco Götze, Tobias Hedtke und Dirk Schuster eine Methode entwickelt, mit der Elastin im industriellen Maßstab isoliert und als hochreiner, vielseitig verarbeitbarer Rohstoff verfügbar gemacht werden kann.

Zum umfangreichen Portfolio gehören marktspezifische Elastin-Rohstoffe für die Kosmetik-, Pharma-, Medizin- und Lebensmittelindustrie. Produkte wie das lösliche Elastinhydrolysat matripure© und ELMA©, das erste kommerziell erhältliche Elastin zur Erzeugung künstlicher Gewebe, konnte Matrihealth bereits erfolgreich auf dem Forschungsmarkt platzieren. Nun wollen die Hallenser bis Ende 2025 als erstes Unternehmen weltweit Elastin in medizinischer Qualität produzieren. Zum Einsatz soll dieses unter anderem in proteinbasierten Nanofaservliesen oder Proteinschwämmen für Anwendungen in der Wundbehandlung kommen.

„Mit dem Abschluss der Seed-Finanzierung und der Unterstützung unserer Investoren werden wir unsere unternehmerische Mission in den nächsten zwei Jahren umsetzen“, sagt Dr. Marco Götze, CEO von matrihealth. „Unsere oberste Priorität ist nun der mittelfristige Ausbau unserer Produktionskapazitäten, um den Markteintritt in stark nachgefragte Marktsegmente zu ermöglichen.“

Foto: Das matrihealth-Gründerteam: Dirk Schuster, Dr. Marco Götze, Dr. Christian Schmelzer und Tobias hedtke (von links nach rechts). © Fraunhofer IMWS