Besuch von Kanzleramtschefin Nina Warken am Weinberg Campus
Kanzleramtschefin Nina Warken und Ministerpräsident Sven Schulze statteten dem Weinberg Campus am 28. Juli 2026 einen Besuch als Teil einer Rundreise durch die Gesundheitswirtschaft Sachsen-Anhalts ab. Zuvor führte dieser sie zum Medizinischen Versorgungszentrum Altstadt-Quartier in Magdeburg und zum WACKER Biotech mRNA-Kompetenzzentrum.
Am Innovation Hub auf dem Weinberg Campus begrüßte sie Geschäftsführer Dr. Ulf-Marten Schmieder gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), Dr. Alexander Vogt, sowie Abgeordneten des Landtages. Erst im November hatte sich Bundeskanzler Friedrich Merz vor Ort ein Bild vom Technologiepark Weinberg Campus gemacht.
Dr. Ulf-Marten Schmieder präsentierte u.a. im Rahmen einer Campusführung aktuelle Entwicklungen in unserem Innovationsökosystem und als de:hub – Life Science & Bioeconomy sowie zukünftige Investitionsvorhaben.
Kanzleramtschefin Nina Warken stellten sich vor Ort persönlich vor:
- WACKER Biotech - als spezialisierter CDMO-Partner für die Prozessentwicklung und Produktion innovativer Biopharmazeutika. Das Unternehmen unterstützt insbesondere die Herstellung fortschrittlicher Therapien, rekombinanter Proteine auf mikrobieller Basis, Impfstoffe sowie lebender mikrobieller Produkte.
- die TPG als Innovationsregion für die digitale Transformation von Pflege und Gesundheitsversorgung unter Leitung der Universitätsmedizin Halle, mit drei Projekten:
- ANABOX smart, ein digitaler Medikamentenspender: Er erinnert an die Einnahme, Sensoren erkennen sie – bleibt sie aus, informiert die App die Angehörigen.
- die Pallidrohne von Labfly, die seit Anfang 2026 als erste in Europa Arzneimittel über besiedeltem Gebiet abwerfen darf
- Uro-Flow 2.0 von SONOTEC und der Urologie Steinweg: eine ultraschallbasierte Messung der Urinmenge für Praxis und Pflege.
- Matrihealth - hochreines Elastin und daraus entwickelte Biomaterialien für Wundversorgung und Tissue Engineering. Das Spin-off des Fraunhofer IMWS skaliert gerade in den industriellen Maßstab.
- PerioTrap Pharmaceuticals - ein zielgerichteter Wirkstoffansatz gegen Parodontitis: Er adressiert die krankheitsverursachenden Bakterien und schont das gesunde Mundmikrobiom.
Die direkte Nähe zur Universitätsmedizin Halle wurde dabei als ein Baustein der erfolgreichen Entwicklung der Gesundheitsregion Halle und Zeichen der Netzwerkstärke des Weinberg Campus gewertet. Der geplante gemeinsame Neubau von Universitätsklinikum und BG Klinikum Bergmannstrost in unmittelbarer Nähe trägt weiteres Potenzial zur Verbesserung der Unterstützungsmöglichkeiten für Start-ups bei. Zudem erklärte der Geschäftsführer des Technologiepark Weinberg Campus Ulf-Marten Schmieder: „Mir ist wichtig, nach Berlin mitzugeben, dass junges Unternehmertum für diesen Standort entscheidend ist – in Halle, am Weinberg Campus und in Deutschland insgesamt.“ und richtete als Wunsch an die Politik: „Wir entwickeln Innovationen vor allem aus der Stärke unserer Forschungseinrichtungen. Dafür braucht es tragfähige Finanzierungen, eine praxistaugliche Regulatorik und weniger Bürokratie."
Ministerpräsident Sven Schulze verwies auf rund 100 Millionen Euro, die das Land derzeit in den Standort investiert, und auf rund 700 Unternehmen der Branche im Land: „Wir sind in Sachsen-Anhalt die Apotheke Deutschlands. Und das wollen wir nicht nur bleiben, das wollen wir ausbauen."
Kanzleramtschefin Nina Warken zeigte sich vom Technologiepark und seinem Innovationspotenzial für die Gesundheitsbranche beeindruckt: „Wir sprechen beim Thema Gesundheit im Moment sehr viel übers Sparen. Die eigentliche Herausforderung ist aber, den Menschen zu zeigen, wie Gesundheitsversorgung in Zukunft gut aufgestellt sein kann." Pharma und Medizintechnik seien eine Schlüsselindustrie – und Halle inzwischen ein Life Science Hub für die erfolgreiche Weiterentwicklung dieser wichtigen Branche und damit für die Zukunft des Landes Sachsen-Anhalt.
Foto: Staatskanzlei Sachsen-Anhalt/Moritz Bott