Dr. Hanjo Hennemann

Geschäftsführer Verovacchines GmbH

Die Verovaccines GmbH ist ein neu gegründetes biopharmazeutisches Unternehmen, das hier in Halle (Saale) angesiedelt ist. Es ist ein Spin-off der Universität Halle. Wir entwickeln Tierimpfstoffe mit Hilfe einer neuen Hefe-basierten Technologieplattform. Unser Team besteht aus sieben Personen, die hauptsächlich in Forschung und Entwicklung tätig sind.

Die Impfstoffe sollen vor allem gegen Infektionen bei Schweinen, Rindern und Geflügel eingesetzt werden. Der Plan ist, dass wir im Zuge der Entwicklung weitere Kooperationen mit veterinärpharmazeutischen Unternehmen eingehen, und wir haben diesbezüglich bereits positives Markt-Feedback bekommen. Gegenwärtig befinden wir uns in der Kapitalakquise.

Welchen gesellschaftlichen Impact sehen Sie für Ihre Produkte?

Unsere Produkte werden für den Markt besonders dadurch interessant, weil der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung immer problematischer wird. Die breite Verwendung von Antibiotika fördert die Entstehung von multiresistenten Keimen, die auch für den Menschen gefährlich werden können. Die bisherige Strategie bestand darin, mit hohem Einsatz von Antibiotika das Auftreten und die Verbreitung von Erregern zu verhindern.

Aufgrund des großen öffentlichen und politischen Drucks ist die Nutzung von Antibiotika in der Nutztierhaltung gegenwärtig stark rückläufig. Wegen der Umsatzeinbußen und des großen Bedarfs suchen Marktteilnehmer in der Tiergesundheit nach Alternativen. Verovaccines bietet solch eine Alternative in Form neuartiger Impfstoffe an. Wir werden bereits jetzt von Unternehmen angesprochen, die sich angesichts sinkender Umsätze umorientieren und die die großen Chancen im Bereich von Tierimpfstoffen nutzen wollen.

Welche Vorteile bietet Ihnen der Standort Weinberg Campus?

Ich glaube, dass der Weinberg Campus in Sachsen-Anhalt der wichtigste Hub für die Biotechnologie ist und dass er gemeinsam mit Leipzig auch deutschlandweit ein Top-Standort ist. Der Technologiepark spielt für die Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen eine wichtige Rolle als Unternehmensstandort und Kommunikationsplattform.

Was wünschen Sie sich als Unternehmer für den Weinberg Campus?

Als Unternehmer hoffe ich in erster Linie, dass wir unser Unternehmenswachstum hier am Standort realisieren können, ohne gleich mit der Infrastruktur große Kopfstände machen zu müssen. Dabei hoffe ich auch auf die Unterstützung des Technologieparks in der Wachstumsphase. Ich sehe das TGZ hier nicht nur als punktuelle Eintrittslösung, sondern auch im Sinne einer skalierbaren Infrastrukturplattform als Unterstützer unseres Wachstums.

Wir sind als Förderprojekt bereits seit mehr als fünf Jahren in der Universität aktiv und betreiben angewandte Forschung. Damit starten wir nicht bei null, sondern erwarten, dass wir in den nächsten Jahren in die entscheidende Wachstumsphase eintreten können. Dabei werden wir unter anderem durch die GO-Bio-Förderung des Bundesforschungsministeriums unterstützt.

Fällt Ihnen eine Begebenheit ein, die Sie mit dem Weinberg Campus verbinden?

Vor kurzem hat das TGZ eine Bootstour auf der Saale organisiert und viele Unternehmer dazu eingeladen. Ich bin als Wahlhallenser mit der Umgebung noch nicht so vertraut und war deshalb positiv überrascht, welche wunderbaren landschaftlichen Reize das Saaletal zu bieten hat. Das hatte ich in der Nähe des Weinberg Campus so nicht erwartet.

Verovaccines GmbH
Springkrautweg 14
06120 Halle (Saale)

Telefon: +49 (345) 552 63 09
E-Mail: info@verovaccines.org​
Internet: www.verovaccines.org​

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